Blackout

Einleitung

Im Falle eines Blackouts, d. h. eines länger andauernden, länderübergreifenden Stromausfalls, fallen augenblicklich so gut wie alle Strom-, Infrastruktur- und Versorgungssysteme aus, und man kann niemanden anrufen oder Nachrichten schreiben, nicht mehr einkaufen, keine mit Strom versorgten öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, keine Sprechanlagen, Klingeln, Aufzüge etc. betätigen. Es kann Tage dauern, bis die gesamte Infrastruktur wiederhergestellt ist, auch wenn die Stromversorgung wieder funktioniert. Nur der ORF Sender Ö3 ist notstromversorgt und sendet weiterhin wichtige Nachrichten.

Als Schule sind wir angehalten, notwendige Vorsorgemaßnahmen für den Krisenfall zu treffen. Im Ernstfall werden die Schüler*innen gemäß Entlassungsmanagementplan entlassen und begeben sich nachhause. Sollte ein Geschwisterkind ebenfalls am BORG3 sein, holen die älteren Geschwister die jüngeren aus der jeweiligen Klasse ab und gehen gemeinsam nachhause. Schüler*innen, die den Heimweg nicht antreten können, werden weiter in der Schule grundversorgt und betreut. Sollte es aus unvorhergesehenen Gründen nicht möglich sein, dass Schüler*innen den Heimweg antreten, werden sie in der Schule versorgt, bis sie das Schulgebäude sicher verlassen können. Die Versorgung mit Medikamenten durch die Schule ist nicht möglich.

Tritt der Blackout bis 14:00 ein, werden die SuS nach der 6. Stunde geordnet entlassen. Tritt der Blackout später ein, werden die SuS umgehend entlassen. Laut Erlass des BMBWF soll der Unterrichtstag möglichst bis zum geplanten Ende laut Stundenplan weiterlaufen. Gerade in den Wintermonaten ist es aber wichtig, dass die SuS noch bei Tageslicht den Heimweg antreten können, was ein früheres Unterrichtsende notwendig machen kann. SuS, die keine Möglichkeit haben den Heimweg anzutreten, werden weiterhin in der Schule versorgt.

Vorgehen im Ernstfall

Je nachdem wann es zum Blackout kommt, ergeben sich verschiedene Szenarien:

Blackout während der Unterrichtszeit (bis 14:00) in der Schule

  • Im Zweifelsfall – sofern keine offizielle Information über die Krise vorliegt – entscheidet die Schulleitung über das Auslösen des Blackoutplans. Wird dieser ausgelöst, werden alle Klassen durch eine*n Läufer*in informiert. Checklisten für den Ernstfall liegen in der Lehrer*innenküche in den Klassenkatalogen auf. Diese werden den Klassen im Ernstfall durch die Läufer*innen übermittelt.
  • Alle Schüler*innen gehen mit den Lehrer*innen, die sie gerade unterrichten, in ihre Stammklasse und warten dort gesammelt auf weitere Anweisungen. Es gilt Ruhe zu bewahren und eine genaue Anwesenheitskontrolle durchzuführen. Es besteht keine unmittelbare, akute Gefahr für Leib und Leben, also Ruhe bewahren.
  • Klassenvorständ*innen und Stellvertreter*innen gehen in ihre Klassen und lösen die Kolleg*innen dort ab. Sollte nur eine oder keine dieser Personen anwesend sein, bestimmt die Einsatzleitung einen Ersatz.
  • 2 Schüler*innen nominieren, die für die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Klasse zuständig sind
  • Einsatzleitung rückmelden, falls SuS wider Erwarten doch nicht nach Hause gehen können, z. B. weil sie verletzt sind und ein längerer Fußmarsch nicht möglich ist > Entscheidung abwarten, protokollieren
  • Administration kontrolliert, ob Klassen unterwegs sind > Kontaktaufnahme versuchen
  • Alle Lehrer*innen sammeln sich im Konferenzzimmer und warten dort auf weitere Anweisungen durch die Einsatzleitung.
  • Die Einsatzleitung bestimmt je nach Anzahl der zu betreuenden Schüler*innen Kolleg*innen, die keine Betreuungsverpflichtung haben, um die Schüler*innen zu beaufsichtigen. Es sind mindestens zwei Kolleg*innen notwendig, um Redundanz zu gewährleisten.
  • Sofern noch möglich, informieren die SuS die Eltern per SMS, dass sie den Heimweg um 13:50 antreten.
  • Unterricht laut Stundenplan bis längstens 13:50 Uhr. Da dieser in den Stammräumen erfolgt, ist es möglich, dass mehrere Lehrer*innen in einem Raum bzw. bei einer Klasse sind. Trotzdem bitte vorerst gemeinsam im Raum bleiben, damit weitere Informationen leichter an die Schüler*innen weitergereicht werden können.
  • Parallel dazu gehen 2 Teams bestehend aus jeweils 2 Lehrer*innen, die gerade nicht unterrichten und von der Einsatzleitung bestimmt werden, durch die Stockwerke und nehmen alle Verbraucher vom Netz, d. h. alle Geräte abstecken. Außerdem müssen alle Türen kontrolliert und das Gebäude gesichert werden.
  • Die Schüler*innen werden um 13:50 entlassen und instruiert, sofort und ohne Umwege den Nachhauseweg anzutreten.
  • Wenn alle Schüler*innen das Schulgebäude verlassen haben, verlassen die Lehrer*innen das Schulgebäude.
  • Schüler*innen, die nicht entlassen werden können, sammeln sich im Festsaal, wo das weitere Vorgehen mit der Einsatzleitung und den betreuenden Lehrer*innen geklärt wird.
  • Ausgabe der Decken und Einrichten eines Schlafplatzes im Turnsaal. Je nach Anzahl der Schüler*innen können beide Turnsäle genutzt werden. Sollten diese von Seiten der Stadt Wien benötigt werden, stehen auch genug andere Räume zur Verfügung. Je nach Situation kann so auch eine geschlechtergetrennte Unterbringung gewährleistet werden.
  • Wenn alle Schüler*innen entlassen oder versorgt sind, kontrollieren die Mitglieder des Krisenstabs erneut das Gebäude und stellen sicher, dass alle Fenster geschlossen sind, alle Netzstecker gezogen wurden und “gefährliche” Geräte wie Kochplatten oder Wasserkocher abgeschaltet wurden.
  • Gegebenenfalls Information an die Bildungsdirektion durch Boten/Botin
  • Wiederaufnahme des Unterrichts nach ausdrücklicher Anweisung der Bildungsdirektion bzw. wenn das Ende des Blackouts offiziell verkündet wird.

Blackout während der Unterrichtszeit (nach 14:00) in der Schule

 Im Zweifelsfall – sofern keine offizielle Information über die Krise vorliegt – entscheidet die Schulleitung über das Auslösen des Blackoutplans. Wird dieser ausgelöst, werden alle Klassen durch eine*n Läufer*in informiert. Dokumente für den Ernstfall liegen in der Lehrer*innenküche in den Klassenkatalogen auf. Diese werden den Klassen im Ernstfall durch die Läufer*innen übermittelt.

  • Alle Schüler*innen gehen mit den Lehrer*innen, die sie gerade unterrichten, in die jeweilige A-Klasse ihres Jahrgangs und warten dort gesammelt auf weitere Anweisungen. Es gilt Ruhe zu bewahren und eine genaue Anwesenheitskontrolle durchzuführen. Es besteht keine unmittelbare, akute Gefahr für Leib und Leben, also bitte Ruhe bewahren. Sollten zu viele Schüler*innen eines Jahrgangs anwesend sein, bitte die Nebenklasse mitnutzen.
  • Sollten nicht alle Klassen mit Lehrer*innen versorgt sein, bitte auf die Klassen aufteilen und Checklisten abarbeiten.
  • Sofern noch anwesend, gehen Klassenvorständ*innen und Stellvertreter*innen in ihre Klassen und lösen die Kolleg*innen dort ab. Sollte nur eine oder keine dieser Personen anwesend sein, bestimmt die Einsatzleitung einen Ersatz.
  • 2 Schüler*innen nominieren, die für die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Klasse zuständig sind
  • Einsatzleitung rückmelden, falls Schüler*innen wider Erwarten doch nicht nach Hause gehen können, z. B. weil sie verletzt sind und ein längerer Fußmarsch nicht möglich ist > Entscheidung abwarten, protokollieren
  • Administration kontrolliert, ob Klassen unterwegs sind > Kontaktaufnahme versuchen
  • Alle Lehrer*innen sammeln sich im Konferenzzimmer und warten dort auf weitere Anweisungen durch die Einsatzleitung.
  • Die Einsatzleitung bestimmt je nach Anzahl der zu betreuenden Schüler*innen Kolleg*innen, die keine Betreuungsverpflichtung haben, um die Schüler*innen zu beaufsichtigen. Es sind mindestens zwei Kolleg*innen notwendig, um Redundanz zu gewährleisten.
  • Sofern noch möglich, Schüler*innen informieren Eltern per SMS, dass sie den Heimweg antreten.
  • Schüler*innen, die laut Entlassungsmanagement in der KV-Mappe den Heimweg antreten dürfen, werden umgehend entlassen und instruiert, sofort und ohne Umwege den Nachhauseweg anzutreten. Schüler*innen, die nicht entlassen werden können, sammeln sich im Festsaal, wo das weitere Vorgehen mit der Einsatzleitung und den betreuenden Lehrer*innen geklärt wird.
  • Parallel gehen Teams bestehend aus jeweils 2 Lehrer*innen durch die Stockwerke und nehmen alle Verbraucher vom Netz, d.h. alle Geräte abstecken. Außerdem müssen alle Türen kontrolliert und das Gebäude gesichert werden.
  • Wenn alle Schüler*innen das Schulgebäude verlassen haben, verlassen die Lehrer*innen das Schulgebäude.
  • Ausgabe der Decken und Einrichten eines Schlafplatzes im Turnsaal. Je nach Anzahl der Schüler*innen können beide Turnsäle genutzt werden. Sollten diese von Seiten der Stadt Wien benötigt werden, stehen auch genug andere Räume zur Verfügung. Je nach Situation kann so auch eine geschlechtergetrennte Unterbringung gewährleistet werden.
  • Wenn alle Schüler*innen entlassen oder versorgt sind, kontrollieren die Mitglieder des Krisenstabs erneut das Gebäude und stellen sicher, dass alle Fenster geschlossen sind, alle Netzstecker gezogen wurden und “gefährliche” Geräte wie Kochplatten oder Wasserkocher abgeschaltet wurden.
  • gegebenenfalls Information an die Bildungsdirektion durch Boten/Botin
  • Wiederaufnahme des Unterrichts nach ausdrücklicher Anweisung der Bildungsdirektion bzw. wenn das Ende des Blackouts offiziell verkündet wird

Blackout während der Unterrichtszeit außerhalb der Schule

Befinden sich die Schüler*innen im Blackout-Fall auf einer Schulveranstaltung (Lehrausgang, Exkursionen, Projekttage etc.), kehrt man nach Möglichkeit mit der gesamten Gruppe in die Schule zurück, wo das Entlassungsmanagement abgearbeitet wird. Sollte dies nicht möglich sein, ist mit der nächstgelegenen Polizeistation Kontakt aufzunehmen. Diese entscheidet über die weitere Vorgangsweise.

Blackout außerhalb der Schulzeit

Tritt der Blackout außerhalb der Unterrichtszeit (am Abend oder an einem schulfreien Tag) ein, bleibt die Schule geschlossen. Der Schulbetrieb startet erst wieder nach einer zentralen Information über den Radiosender Ö3, der auch im Fall eines Stromausfalls einen Notbetrieb aufrechterhalten wird. Empfangsmöglichkeiten bestehen mit batteriebetriebenen Radios.